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Überlegungen

Keller Ja / Nein

Thema heute: Keller

Die grundlegende Überlegung für oder gegen einen Keller.

Einen Keller braucht man nicht – das ist zu viel Geld für den geringen Nutzen

Susanne

Ich benötige Stauraum! So viel wie möglich.

Bianca

Sie sehen schon, wo unsere Differenzen lagen. Meine Mutter baut für sich alleine, da sie ein sehr ordentlicher Mensch ist und grundsätzlich nicht viel Krimskrams hat, benötigt sie nicht so viel Stauraum. Außerdem hat sie ja den 3. Stock, in dem sie im Büro und Gästezimmer noch gut Schränke oder ähnliches unterbringen kann.
Meine Einstellung hierzu ist, dass wir noch unbedingt Kinder haben wollen und für Kinder braucht man Stauraum. Man hat Spielzeug, Fahrräder, Kleidung und vieles mehr, was man weiter aufbewahrt. Außerdem hat man dann mehr Wohnraum zur Verfügung. Wir haben zurzeit in der Wohnung zwei extra Zimmer und hierbei ist uns aufgefallen, dass wir zumindest einen Raum in der Wohnung als bessere Abstellfläche missbrauchen. Der Tisch vom Balkon und die Stühle werden im Winter hier rein gestellt, Schränke mit dem ganzen Krimskrams, den man nur ein paar Mal im Jahr benötigt. Getränkekisten, Vorräte etc. Das ist schade, da wir den Raum gerne anders nutzen würden. Und diese Angst hatte ich beim Keller auch. Dass wenn wir keinen Keller haben, das ganze Haus nachher vollgestellt ist mit Schränken und überall Stauraum geschaffen werden muss.
Eine Bühne ist leider nicht möglich, da das Dach relativ niedrig ist. Wir werden zwar Dachluken haben, aber direkt unter dem Walm wird es maximal 80cm lichte Höhe haben. Außer links und rechts von den Dachluken ein zwei Kisten zu stellen, ist hier also nicht mehr möglich.

Wir haben mehrere Lösungen diskutiert.


1. Lösung: Stauraum über der Garage.
Die Garage könnte mit einem Dach versehen werden, unter welcher man einen Dachboden unterbringen kann. Das hatten wir in unserem alten Haus ebenfalls. Problem hierbei: Ein Satteldach auf der Garage passt nicht zur Optik des Hauses mit Walmdach. Ein Walmdach ist wieder nicht hoch genug, um eine ausreichende lichte Höhe hinzubekommen. Und wie bekommt man die Garage mit Carport und Dach so an das Haus hin, dass es gut aussieht. Wir sind so viele Möglichkeiten durchgegangen, aber im Enddefekt sah nix wirklich gut aus.


2. Lösung: Garage mit extra Raum
Die 2. Lösung war eine Garage mit einem angeschlossenen extra Raum. Also eine 6m auf 9m Garage. Dadurch hätten wir zumindest etwas Stauraum für das Holz und die Gartengeräte.
Problem: Wir haben eine Sondergenehmigung, um die Garage auf die Grenze zu setzen. Aber eine 9m lange Garage wird dies nicht erlauben. Das heißt diese Lösung wird ebenfalls schwierig. Man bräuchte nochmal eine Sondergenehmigung, außerdem wäre der Eingangsbereich bei meiner Mutter dann durch die Garage und Carport überdacht aber auch sehr dunkel.

Kosten / Leistungsrechnung

Was natürlich dann ebenfalls ein Faktor ist, ist die Kostenfrage.
Wir haben viele Alternativen überlegt und schlussendlich habe ich dann gegengerechnet.
Was uns der extra Stauraum der Garage (ob als Extra-Raum oder als Dachboden) kostet und was dann die effektiven Mehrkosten eines Kellers gegenüber einer Alternative sind.

Außerdem bekamen wir dann noch die Info, dass der vergrößerte Technikraum Mehrkosten von rund 25.000 Euro verursachen.
Und dann sahen wir den ersten Plan des neuen Technikraums. Die waren schlichtweg scheußlich. Ich mache dem Architekten gar kein Vorwurf, er hat versucht es so gut wie möglich in das Haus zu integrieren, aber es war ein 5,50m langer und 3,50m hoher Flachdach-Anbau. Riesig und monströs.
Das Aussehen war anschließend der ausschlaggebende Punkt dafür, dass wir doch mit Keller bauen. Ich hab eine Gegenrechnung gemacht, der Keller würde ca. 110.000 Euro kosten (inkl. Erdarbeiten). Die Kosten für die Alternativen (Technikraum und Stauraum) würden bei ca. 43.000 Euro liegen. Das heißt reine Mehrkosten von ca. 67.000 Euro für einen Keller. Für beide Haushälften. Das und die Tatsache, dass es so schlimm aussah, hat meine Mutter schließlich überzeugt.
Jippieh, wir bekommen einen Keller!

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